Welcher Reifendruck?

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      Stimmt, da war doch was.

      Richtig, bei GTR hatte man eindeutig mehr Möglichkeiten diese Probleme in
      den Griff zu bekommen.
      Da mann hier nicht einmal den Reifendruck einzeln ändern kann, sind die Möglichkeiten hier begrenzt.

      Mann könnte die Aufbaufedern weicher oder härter machen, oder aber auch das Verhältnis der Stabiwerte V/H um eine Achse mehr zu be- oder entlasten.

      Leider ändern wir somit aber wieder das Eigenlenkverhalten und das
      Spiel reagiert hier nicht wirklich stark.
      Letztendlich sind hier die Möglichkeiten somit sehr stark beschränkt.


      Und die Stabierklärung:

      tadaaaa: :P :)


      Nochmal am Anfang beginnen:

      Im Schwerpunkt meines Aufbaus greift eine Fliehkraft an, diese ist abhängig von der Masse, vom Kurvenradius und der Fahrgeschw.

      Über die effektiven Drehpunkte an Vorderachse und Hinterachse (Wankpole) gibt es einen Hebelweg über den die Kraft im Schwerpunkt den
      Aufbau verdreht.

      Diesem verdrehen muss man nun entgegenwirken, unser Aufbau soll ja nicht auf die Seite kippen.

      Man kann sich das in Form von vier Hebeln vorstellen, an den vier Ecken meiner Karosserie verteilt.
      An der Kurvenaussenseite muss ich beide Hebel nach oben ziehen um gegenzuhalten, an der Kurveninnenseite muss ich die Hebel nach unten drücken um gegenzuhalten.
      Diese Kräfte sind an der jeweiligen Achse, also vorne und hinten, gleich groß.

      Stelle ich mir nun vor das ich keinerlei Federn habe sondern nur Stabilisatoren V und H , dann werden diese sich an den Radträgern abstützen und verdreht.
      Sie werden so stark verdreht, bis in Summe das Drehmoment aus Fliehkraft
      und Wankhebelarm als Reaktionskraft erreicht ist.
      Wir müssen uns dabei wieder daran erinnern, das ein Stabi eine Drehstabfeder ist. Diese hat an jeder Seite einen Hebel und auf diese wirkt
      beim Wanken jeweils eine Kraft. Diese Kräfte an den Enden der Stabis stützen sich letztendlich an den Rädern ab.
      Diese sich abstützende Kraft wäre nun die Radlaständerung.
      Diese ist vom Betrag her an beiden Rädern gleich,nur entgegengesetzt gerichtet. Sie belastet das äußere Rad sichtbar und nachvollziehbar, das ist ja auch jedem klar. Das kurveninnere Rad wird aber nun um genau diesen Betrag entlastet. Dazu kommt nun auch noch die Fliehkraft im Wankpol mal Wankpolhöhe als Hebelweg. Dieses ist das "nonrolling overturning Moment", in der deutschsprachigen Literatur ist mir leider keine Bezeichnung dafür bekannt. Dieses Moment verdreht den Aufbau zwar nicht, stützt sich aber trotzdem an der Achse ab und erzeugt eine weitere Radlastdifferenz.
      Die Gesamtdifferenz an beiden Achsen ist Fliehkraft im Schwerpunkt mal
      Schwerpunkthöhe! Daraus wird ersichtlich wie wichtig ein möglicht tiefer Schwerpunkt ist, das verkleinert automatisch die Radlastdifferenz und
      läßt die möglichen Seitenkräfte (und so die Querbeschleunigung) steigen.

      Dieses Fahrzeug ohne Federn ist nun natürlich kein reales, ich hoffe aber damit aufzeigen zu können wie das prinzipielle Wirken ist.

      Das haben sich übrigens keine bekifften Studenten ausgedacht.
      Die Fachleute sind sich da alle im reinen.
      Kaum ein Bereich am Fzg ist so wenig bekannt wie das Fahrwerk,
      jeder hat irgendwie mal eine Idee dazu, aber auf Grund der schwer zu
      verstehenden Zusammenhänge ist es als Nicht-Fachmann kaum möglich
      all diese Vorgänge als ganzes zu erfassen.
      Es gibt kein Buch Fahrdynamik verstehen in 5 Seiten.
      Es gibt viele Vereinfachungen die man überhaupt erst einmal machen muss um diese Vorgänge einzeln zu verstehen.
      Als ganzes wird es auch erst kompliziert... :thumbup: ;)

      So denne,

      Gruß Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „generalmongo“ ()

      Original von [DT]DocUnity
      Mensch Leute,
      ihr diskutiert hier rum, aber die eigentliche Frage steht immer noch im Raum.
      Kann man durch das Verändern des Setups, den Temperaturunterschied der linken und rechten Fahrzeugseite ausgleichen?

      Wenn nein, ist halt auch OK.
      Wenn ja, woran muß ich schrauben?

      LG


      Nein kann man in diesem Spiel nicht! Dazu müsstest Du wie in GTR die Einzelnen Drücke sowie Dämpfer- und Federraten Einstellen können! Das kann man bekanntlich in GTL nicht! Wozu auch!? In GTL ist es überhaupt nicht wichtig das man auf allen Reifen die gleiche Temp. sowie Drücke hat da das Fahrzeug Konzept eine völlig andere ist! Such doch Lieber den richtigen Reifendruck der Dir auf der ganzen Lauffläche eine Relativ gleiche Temp. liefert, das reicht föllig! Dadurch verringert sich schon mal der verschleiss! Wenn man noch darauf achtet das der Druck auf den Nicht Antriebsrädern bei ca 180-190 und auf den Antriebsrädern die 200 nicht zu sehr überschreitest dann sollte dies erstmal in Ordnung sein! Am besten bekommt man ein überblick in dem man einfach mal ein Paar Runden fährt (5-10 AM STÜCK) ohne sich zu drehen oder das Fahrzeug großartig ins rutschen zu bringen! Also Piano! Da sonst die Werte nicht stimmen, was jedem wohl einleuchten dürfte!Z.B. konnte ich beim Ford >GT40 in Magny Cours short den Luftdruck sowohl Vorne wie auch Hinten um jeweils 10 Punkte zurück nehmen um eine Optimale Temp. verteilung zu bekommen (auf der ganzen Lauffläche die gleiche Temp.) und konnte damit ohne Probleme ein 30min. Rennen fahren ! Das A und O ist; Fahren fahren fahren!!!!

      Gruß
      TEK Corvette Racing

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „rühunter“ ()

      Ich versuch das mal in einfach, und ich versuche deine Frage zu beantworten:

      Wenn du rechts und links gleiche Temperaturen willst hilft nur eins: geradeaus fahren:-)

      Auf den meisten Strecken wirst du feststellen, das du links eine höhere Temperatur hast weil die meisten Kurse rechtsherum gefahren werden. Imola wird linksrum gefahren, also hast du rechts mehr Temperatur.

      Nun zum optimalen Druck. Ich gehe bei den GTC65 Autos so 35 -55 Punkte runter um bei warmen Reifen auf so ca. 1,7-1,8 Bar zu kommen. Bei den 76er gehe ich um 15-30 Punkte runter und habe dann "warm" so um die 1,5-1,6 Bar. Die Einheit für den Luftdruck im Spiel ist eine Andere, aber es fällt mir im Moment nicht ein.

      Ich hoffe das war einfach genug und hat es auf den Punkt gebracht
      Gruß, Micha

      Chefmechaniker beim "freundlichen GTL-Server" WWW.Altbierbude.DE :thumbup:
      Hi, also ich versuchs auch nochmal.
      Hartes Fahrwerk (also auch hätere Stabis) bedeutet dass das Fahrzeug weniger wankt, es liegt relativ gerade auf der Strecke, was bedeutet, dass innere und äußere Reifen relativ gleichmäßig belastet werden,
      weiches FW bedueutet, dass das Fahrzeug wankt, wodurch das Gewicht in Kurven mehr auf der Außenseite liegt, man stelle sich eine Ente in einer Autobahnausfahrt vor.

      Durch diese höhere Belastung auf die Kurvenäußeren Räder werden diese auch heißer, hat man also hohe Temperaturunterschiede zwischen linken und rechten Reifen
      Diese kann man durch härtere Stabis anpassen, oder asymmetrische Luftdrücke( , wenn in der Sim möglich) wie oben beschrieben nutzen.

      Der springende Punkt is allerdings, das extreme Einstellungen auch gegenteilige Effekte haben können, will heißen, wenn die Stabilisatoren zu hart sind, und das Fahrzeug nach außen schiebt, fangen die Reifen zu radieren an, und werden heiß.
      Ist das Fahrwerk zu weich, fängt das Fahrzeug zu wippen an, und die Reifen (Vor allem die äußeren) werden heiß, ergo muss man einen Mittelweg finden und dabei bedenken, dass die Reifentemperatur mit nichten das einzige ist, was durch änderungen an Luftdruck oder Fahrwerk beeinflußt wird...

      Grüße FX
      high
      mit härteren stabis erreicht man stärkere verwindungssteifigkeit was in langsamen kurven nicht so gut is,macht man dagengen die stabis vorne weich kann die karosserie nachgeben und das innere rad hats ein wenig leichter aufm boden zu bleiben,daurch wird der ganze bremsvorgang erleichtert

      ich fahre den capri und bei dem is das setup beschnitten so das ich auf reifentemps wenieg einfluss hab ausser mit meinem fahrtstill,um reifentemps beinflussen zu können müsste man nicht nur den reifendruck sonndern auch den radsturz jeden einzelnen rades unabhängig von einander einstellen können
      Hi, stimmt absolut, was du sagst. Ich weiss auch dass dies ein GTL-Forum ist, habe ja auch angemerkt, dass es vom Simulationstyp abhängig ist, ich fahre in Moment GTR2 und da ist genau dies möglich...

      Meine bescheidene Kenntnis stammt aus der Fahrphysik im Allgemeinen, daher weiss ich nicht, inwiefern ein GTL-Setup dergleichen zulässt...

      greetz FX