Welcher Reifendruck?

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      Welcher Reifendruck?

      Hallo zusammen,
      mich würde mal der optimale Reifendruck interessieren. Ich strebe meist so
      zwischen 200 und 210 an. Aus dem Reifendruck ergibt sich ja auch die Reifen-
      temperatur. Also, wo liegt die Optimale Temperatur der Reifen? Habe so den
      Eindruck das die so um die 65°C den besten Grip haben.

      Mir ist häufig aufgefallen das die Temperatur und der Durck rechts anders ist als
      links
      . Woran liegt das? Optimal wäre doch die gleiche Temperatur auf beiden
      Seiten oder? Kann man da irgentwas am Setup schrauben?

      Für ausführliche Antworten und Tipps wäre ich sehr dankbar, THX.

      Gruß

      PS: gesucht hab ich und auch einen Thread gefunden, wo sich aber keiner richtig
      dazu äußert.


      Meinst du rechte Fahrzeugseite ist anders als linke, oder meinst du das im Bezug auf den Reifen?
      Wenn´s auf´s ganze Fahrzeug bezogen ist, dennliegts halt an der Strecke, z.B. das du mehr Rechtskurven hast als Links oder andersrum, und eine Fahrzeugseite mit den jeweiligen Reifen mehr beansprucht wird.

      Wenn´s auf den Reifen bezogen ist, denn liegts meistens am Sturz.
      Achso, zu den Druckunterschieden, wird ein Reifen mehr belastet --> wird wärmer --> wärmer ist gleich mehr Druck.

      Ansonsten fällt mir erstmal nichts mehr ein

      Greetz

      Karsten
      He da,
      ich meine das die Reifen linke und rechte Fahrzeugseite einen unterschiedlichen Druck,
      und damit auch Temperatur haben. Man kann den Druck ja nur für vorne und hinten einstellen,
      ebenso den Sturz. Ok, liegt an der jeweiligen Strecke, hab ich mir gedacht. Eine veränderung
      am Setup hilft da nichts?

      Die Reifentemperaturen, innen/mitte/außen meinte ich nicht, denke dass das mit
      dem Sturz zusammen hängt.

      Aber nochmal zurück zur eigentlichen Frage. Was ist den nu die optimale Reifentemperatur?
      50°C, 60°C, 70°C? Bis jetzt konnte ich noch keinen Reifen wechsel ( Serie C).
      Die Temperatur des Reifens müßte doch ein Optimum haben. Schon klar das der
      Reifendruck bei jedem Fahrzeug anders sein muß. Aber die Temperatur?

      THX


      1. Optimale Reifentemperatur (Lauffläche) liegt bei 80-90 °C

      2. Antriebsachse hat immer höhere Temperatur

      3. Bei Fronttrieblern den Luftdruck auf HA um ca. 0,2 bar reduzieren

      4. Die Temperatur und der Druck steht in unmittelbarem Verhältnis, zuwenig Druck im Reifen => Temperatur wird zu hoch
      zuviel Druck im Reifen => Temperatur wird nicht erreicht
      Egal wie nett der Fuchs ist, man sollte ihn nie in den Hühnerstall reinlassen. Eines Tages bekommt er doch Hunger.
      Um die Realität möglichst exakt darzustellen, schätze ich das die Entwickler diesen leichten Unterschied eingeplant, und daher beabsichtigt haben.

      Mal blöde gesagt: Wenn du zur Tanke fährst und deinen Pneus ne Brise verpasst, dann hast Du mit Sicherheit auch nicht äquivalente Druckwerte obwohl sie dir von einem "Lügenbarometer" angezeigt werden. ?(
      Da sich beim Motorsport die Komponenten Druck und Temperatur die Hände geben, hat sich die Frage soeben beantwortet ! :)
      Egal wie nett der Fuchs ist, man sollte ihn nie in den Hühnerstall reinlassen. Eines Tages bekommt er doch Hunger.
      Die unterschiede zwischen den Linken und den rechten reifen sind eideutig deswegen da, weil viele strecken mal mehr rechts oder mehr linkskurven haben. Da in den Kurven das Kurvenäussere rad mehr belastet wird als das innere wird es auch wärmer. Das gilt vor allem für die reifen der "nichtangetriebenen achse". Also bei den meisten autos vorne. Um dagegen zu wirken kann man die Stabis und das Fahrwerk härter machen, da dann die Wankbewegung des Fahrzeugs geringer ist und sich die last ein wenig mehr in richtung der inneren räder verschiebt.

      Ziel beim Setup ist es nun, beide seiten in gute Temperaturwerte zu bringen ohne dabei das fahrwerk zu hart zu machen. Weiche Fahrwerke ermöglichen zwar theoretisch eine größere Kurvengeschwindigkeit, wenn allerdings die Temperatur zb vom linken vorderreifen nicht stimmt schiebt der wagen ein wenig mehr über die vorderachse. In rechtskurven dann natürlich extrem. Daher fahrwerk "so hart wie nötig, so weich wie möglich"

      Natürlich ist dies nur ein kompromiss, aber jede einzelne einstellung ist ein kompromiss. Hoffe das hilft.
      Original von HouseArzt
      1. Optimale Reifentemperatur (Lauffläche) liegt bei 80-90 °C
      ...
      4. Die Temperatur und der Druck steht in unmittelbarem Verhältnis, zuwenig Druck im Reifen => Temperatur wird zu hoch
      zuviel Druck im Reifen => Temperatur wird nicht erreicht


      Sind das Werte aus der Realität? Hab gestern mal rumgespielt. Keine Chance die
      Reifentemperatur auf über 70°C zu bringen (Lotus Elan). Da müßte ich schon nen
      Loch in den Reifen stechen um den Druck noch weiter zu senken. Der Grip war
      dementsprechend beschissen. Den besten Grip (subjektives Empfinden) hatte
      ich bei ca. 67°C.

      Naja, werd dann mal weiter testen.

      Gruß


      Original von gb-Fireball
      Um dagegen zu wirken kann man die Stabis und das Fahrwerk härter machen, da dann die Wankbewegung des Fahrzeugs geringer ist und sich die last ein wenig mehr in richtung der inneren räder verschiebt.
      .


      Hi Fire,

      die Sache mit den Stabis ist genau anders herum.
      Mit steiferen ERHÖHST Du die Radlaständerung und belastest somit die außeren
      stärker.

      Die Reifen der 65er vertragen solch hohe Temperaturen nicht so gut,
      die liegen max. bei 60-65°C. ;)
      Die Slicks mögen es am liebsten bei ca 90-100°C, also deutlich höher.


      Gruß Stefan :bye:
      Ich glaube das stimmt so nicht ganz.

      Bei den Slicks und Semi-Slicks mögt ihr schon recht haben. Aber viele der Autos
      in GTL laufen auf relativ "normalen" Reifen. Da fährt man meistens besser wenn
      man den Druck in etwa so einstellt, dass die Temperaturen ausgeglichen sind.
      Das mit den 90° und einem bestimmten Druck gilt hauptsächlich für Spiele wie GTR.
      Bei GTL ist das glaube ich bei Vollblutracern wie dem RSR, Panterra und 906 anwendbar.
      Wie ich schon mal in einem anderen Fred bemerkt hatte
      haben wir hier ganz unterschiedliche Reifen ind den unterschiedlichen Klassen,
      z.T auch innerhalb einer Klasse.
      Sicher ist nur die Sache mit den Slicks, die brauchen ordentlich Temp,
      die normalen Diagonalreifen auf den 65ern kommen mit viel Temp gar nicht klar
      und verlieren.
      Das mit den Drücken ist nicht so einfach hier, es gibt ja 1000 verschieden Reifengrößen auf 1000 vollkommen verschiedenen Autos.

      Das mit den ausgeglichenen Temp über die Lauffläche ist schon nicht schlecht.

      Gruß Stefan :bye:
      Original von generalmongo

      Hi Fire,

      die Sache mit den Stabis ist genau anders herum.
      Mit steiferen ERHÖHST Du die Radlaständerung und belastest somit die außeren
      stärker.



      Wie das? Durch die Wankbewegung "pendelt" doch das Gewicht des Fahrzeugs in richtung der äusseren Reifen. Also entlastet es den inneren und belastet den äusseren Reifen.
      Wenn ich nun durch harte Stabis und ein hartes Fahrwerk das wanken minimiere wird das gewicht des wagen nicht so sehr auf das äussere rad geworfen und somit wandert die belastung "ein wenig" mehr in richtung innen.
      Ich schätze, wenn du ein weiches Fahrwerk hast, kann die Aufhängung nachgeben.
      D.h. du fährst durch eine Bodenwelle, die Karosse wankt auf und nieder und der Reifen wird nicht belastet.
      Wenn das Fahrwerk jetzt aber hart ist und die Karosse wieder hoch und runter wankt, gibt die Aufhängung nicht nach, würde das bedeuten das die Karosse sozusagen auf den Reifen drückt und ihn auf die Fahrbahn presst, womit er mehr belastet wird.

      Berichtigt mich wenn ich Schei*e erzähle, aber so könnt ich´s mir vorstellen...

      Greetz

      Karsten
      [/quote]

      Wie das? Durch die Wankbewegung "pendelt" doch das Gewicht des Fahrzeugs in richtung der äusseren Reifen. Also entlastet es den inneren und belastet den äusseren Reifen.
      Wenn ich nun durch harte Stabis und ein hartes Fahrwerk das wanken minimiere wird das gewicht des wagen nicht so sehr auf das äussere rad geworfen und somit wandert die belastung "ein wenig" mehr in richtung innen.[/quote]

      Hi Fire,

      wie Du schon richtig bemerkt hast, greift die Fliehkraft im Schwerpunkt des
      "Fahrzeugaufbaus" an.

      Diese wirkt nun über den "Wankhebelarm" (Schwerpunkthöhe-Wankpolhöhe) als Drehmoment welches meinen Aufbau um den Wankpol
      zu drehen versucht. Da man natürlich aus verschiedenen, logischen Gründen (Fahrgefühl, Sturzänderung.....) keinen "Aufbauwankwinkel" von
      45° haben möchte, muss man dieses "Wankmoment" irgendwo abstützen.

      Hierzu nutze ich meine Federn und die Stabis.

      Da ich aber über die "Aufbaufedern" auch die vertikalen Schwingungen
      beeinflusse nutze ich die Stabis um die Federn nach anderen Punkten
      gestalten zu können.

      Fest steht somit nur wie groß meine "Wankfedersteifigkeit" sein muss,
      damit meine Wankwinkel nicht zu groß werden.
      Somit kann ich mir aussuchen an welcher Achse ich welchen Anteil
      des Wankmoments abstützen möchte, mit bekannten Folgen.

      Zitat aus den Skript der IKA-Aachen:

      "Ein Stabilisator ERHÖHT an der Achse , an derer sich befindet , die Radlastdifferenz."

      Man muss also ein Zwischending zwischen der geringen Radlaständerung
      und der geringen Wankbewegung finden.

      Zum nachlesen kann ich wieder nur auf das Skript "Fahrmechanik" der Uni
      Rostock verweisen.
      Ist das einzige, welches ich frei verfügbar im Netz kenne.

      Schönen Abend noch :thumbup:

      Gruß Stefan :bye:

      Edit: Wolf, Wanken ist nur die Bewegung um die Fahrzeuglängsachse,
      wenn Du also mit beiden Rädern über eine Bodenwelle fährst wankt der Aufbau nicht, nur bei Seitenkraft. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „generalmongo“ ()

      Ja aber wie soll das von statten gehen? Erklärs mir in einfachen logischen Worten, wie das funktionieren soll. Und ausnahmsweise mal ohne irgendne Uni zu zitieren oder so.

      Ich behaupte einfach, das auf der seite wo mehr gewicht drauf iss auch mehr belastung iss. Und das wenn man die gewichtsverteilung ändert auch die belastung in die gleiche richtung mit wandert. Und du behauptest, das die belastung in die andere richtung wandert. Erklär mir das wieso.
      ich bin nicht wirklich kompetent, aber ich seh das so:

      Das Drehmoment, dass aus der Wankbewegung resultieren würde, wird quasi umgelenkt, und die zum Einfedern führende Kraft gleichmäßig auf kurveninneres und -äußeres Rad verteilt.

      Die Wankbewegung wird reduziert, und die Kraftumverteilung die von der Verlagerung des Masseschwerpunktes herrührt, führt zu einer Entlastung des kurvenäußeren Rades.

      Gleichzeitig sorgt der Stabilisator dafür, dass das kurvenäußere Rad verstärkt Kräfte aufzubringen hat, die die gesamte Achse (die zur Anschaulichkeit als durchgehend betrachtet wird) zum Einfedern zwingt, was zur Belastung des kurenäußeren Rades führt.

      Belastung und Entlastung wirken gleichzeitig, jedoch die Belastung in stärkerem Maße.

      ..letztlich Zusammenhänge die schwer vorstellbar sind, und vermutlich nur in der Gesamtformel des mechanischen Systemes aufgehen.


      :) möglich, dass ich Quatsch erzähle, aber so stell ich es mir vor
      :ziel: on track: "Zonk"
      Das mag stimmen, aber nur bei änderungen des einfedern, also am eingang oder ausgang der kurve oder wenn gleichzeitig auch hubbel mit im spiel sind. Denn durch die verbindung des inneren und äusseren rades wird ja das einfedern der beiden räder angeglichen. Dadurch könnte ich mir vorstellen, das während des einfederns oder ausfederns die belastung am kurvenäusseren rad zunimmt, da die massenträgheit hier einen gewissen druck ausübt.

      Allerdings wenn die lage erstmal stimmt sollte der druck auf das innere rad zunehmen und das äussere rad entlasten.

      Wenn wir nun davon ausgehen, das in den meisten kurven das verhältniss
      Änderung : Gleichbleibend
      wohl mehr in richtung änderung tendiert denke ich das GeneralMongo wohl tatsächlich recht hat. Aber ich mag schon noch erst den grund erfahren warum das so ist. Kann ja genausogut sein, das die arbeit von der uni von nem drogensüchtigen studenten gemacht wurde und mit ner 6 benotet wurde. Ich weigere mich einfach zu glauben, das dies von jemand anderem schon bestimmt richtig gemacht wurde. Man kann den ganzen tag andere zitieren ohne auch nur einen einzigen wahren satz hervor gebracht zu haben
      Ich befürchte das man das nicht so umsetzen kann so wie du es möchtest. Schließlich ist jeder Track verschieden, mit unterschiedlichsten Gegebenheiten versehen, und und und...

      Es gibt keine Faktoren die man gezielt beeinflussen kann, da einfach zu viele Komponenten im "Spiel" sind !

      Durch ein individuelles, streckenabhängiges und ausgeklügeltes Setup kann man zwar in die richtige Richtung gehen, trotzdem ist es unrealistisch die Temperaturen derart in den Griff zu bekommen. Ich sehe keinen weiteren Sinn das hier weiter auszudiskutieren da es eh nicht zu einem eindeutigem Ergebnis führt !
      Egal wie nett der Fuchs ist, man sollte ihn nie in den Hühnerstall reinlassen. Eines Tages bekommt er doch Hunger.