Mini Challenge wird eingestellt

      Mini Challenge wird eingestellt

      Die Mini Challenge wird völlig überraschend eingestellt,

      München, 29.11.2011, Die MINI Challenge Deutschland wird 2012 nicht fortgesetzt. Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung hat MINI sich dazu entschlossen, die deutsche Version der Clubsportserie mit dem Jahr 2011 enden zu lassen.

      "Nach acht Jahren MINI Challenge in Deutschland ist uns diese Entscheidung nicht leicht gefallen. Mit Gründung der Serie haben wir 2004 eine innovative Mischung aus Lifestyle und Motorsport an den Start gebracht. Die deutsche MINI Challenge war über die Jahre hinweg eine sehr erfolgreiche Plattform, um die große Sportlichkeit unserer Automobile zu demonstrieren", so Christian Ach, Leiter MINI Deutschland.

      Die durch das Auslaufen der Serie bei MINI frei werdenden Ressourcen sollen dazu beitragen, künftig noch intensiver unkonventionelle Kommunikationskanäle zu erschließen. Diese sollen langfristig die Einzigartigkeit von MINI sichern.

      Auch nach dem Ende der deutschen Version der MINI Challenge bleibt der Fahrzeughersteller seinem sportlichen Erbe weiter eng verbunden. Die Motorsport-Gene der Marke finden auch weiterhin in den Serienfahrzeugen den Weg auf die Straße.

      In den vergangenen acht Jahren haben über 200 Fahrer an den Rennen der MINI Challenge teilgenommen, darunter auch zahlreiche prominente Gaststarter. "Mein Dank gilt an dieser Stelle allen Teams und Fahrern für ihren leidenschaftlichen Einsatz, den Partnern der Serie für ihre große und treue Unterstützung, sowie den zahlreichen Fans, die wir mit der MINI Challenge begeistern konnten", so Christian Ach.

      hier mal ein Statement eines Teams zur Situation.

      ie eine Bombe, vollkommen unerwartet, schlug in der MINI-Szene die Presseerklärung von MINI Marketingchef Christian Ach ein, dass MINI Ihr Engagement in der MINI Challenge in 2012 einstellen wird.

      Noch bei den offiziellen Rennberichten bei mini.de/news_events im Oktober wurde auf die nächste Saison 2012 bezuggenommen. Man verabschiedete sich „in die Rennpause“ und freute sich mit und für die Fans auf den Start der „MINI Challenge 2012“ (z. Bsp. Vorbericht: Finale am Salzburgring, Berichterstattung: Finale am Salzburgring ). Vielleicht hat man auch nur vergessen diese eigenen Statements schnell genug zu löschen, denn mini.de/challenge existiert schon nicht mehr.

      Dafür kann man aber noch MINI Challenge TICKETS für 2012 bei MINI im Internet erwerben !!!!!

      Noch vor einem Monat wurde beim Finale der MINI Challenge in Salzburg beim Extra - Teamchefmeeting der Terminkalender 2012 vorgestellt ( O-Ton: „Wir freuen uns, Euch schon so früh den Rennkalender für 2012 präsentieren zu können !“). MINI Verantwortliche stellten neue Technikpakete, u.a. ein Renn-DSC, vor, dass ab 2012 zum Einsatz kommen sollte. Es wurde auf mehrmalige Nachfrage einhellig bestätigt, dass die Serie mit den jetzigen Fahrzeugen bis 2013 (!!) gesichert ist. Es wurden noch Anfang November (!!) Formulare zur Bestellung von neuen Rennfahrzeugen für 2012 verschickt.

      Zahlreiche Rennteams haben auf diese Zusagen hin enorme Investitionen getätigt und sind entsprechende Sponsorverpflichtungen eingegangen, haben zahlreiche Ersatzteile für die Saisonvorbereitung 2012 erworben und auch Rennfahrzeuge gekauft.

      Durch die (rechtzeitig angekündigte !!!) Einstellung der SEAT Leon Supercopa und die zunehmende Attraktivität der MINI Challenge sind zahlreiche Fahrer und Sponsoren auf den MINI-Zug 2012 gesprungen, um jetzt derb heruntergestoßen zu werden. Das Starterfeld 2012 wäre durch diese Umstände wieder auf ca. 30 Fahrzeuge gewachsen…die MINI Challenge wäre DER Markenpokal in Deutschland gewesen.

      Diese Umstände betrachtend kann man die offensichtlich ungeplante und plötzliche Entscheidung der BMW- und MINI-Verantwortlichen nicht nachvollziehen. Diese adhoc-Managemententscheidungen führen zu enormen Kosten für die Teams, Sponsoren und Fahrer, zur Gefährdung und dem Verlust von Arbeitsplätzen und Pleiten von kleinen Teams und letztendlich auch zu einem Vertrauensverlust des Kunden und zu einem sehr wohl durch die zahlreichen MINI-Fans registrierten Imageverlust.

      Selbstverständlich kann sich ein Hersteller aus einer von ihm initiierten Rennserie zurückziehen, aber bitteschön geplant und nachvollziehbar, so dass die ehemaligen Partner nicht vor den Kopf gestoßen werden und nicht in die Irre geführt werden. Normalerweise gibt es im Umgang unter Geschäftspartnern verlässliche Regeln, die hier mit Füssen getreten wurden, aber auf Hauptversammlungen vorgebetet werden. Offensichtlich hat man hier in einem Milliardenunternehmen, mit derzeitigen Rekorderlösen, mal eben schnell was entschieden (vielleicht mußte auch Martin Tomczyks Gehalt aus irgendeinem Budget gezaubert werden) ohne auch weitere Konsequenzen zu betrachten.

      „BE PART OF IT“ , „BE MINI“ und „Wir sind doch alle eine Familie“ werden damit leider als hohle Phrasen entlarvt. Aber eine Stellungnahme der BMW / MINI Verantwortlichen wäre wohl nicht zuviel verlangt, aber mit soviel Rückgrat rechnet wohl niemand. („Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, er kann gehen“). Trotz allem werden einige Kosten auf BMW/MINI zukommen, denn langfristige Verträge mit DUNLOP, die schon erfolgten Anmeldungen der MINI Challenge Termine bei den entsprechenden Rennevents usw. dürften zahlreiche Vertragsstrafen nach sich ziehen. In Anbetracht dieser Tatsachen wäre ein würdiges, geplantes Ende der Serie wohl die bessere Wahl für alle Beteiligten gewesen.

      Quelle: mini-racing-team.de
      Die Einstellung der Mini-Challenge an sich ist - abgesehen von den eher unschönen Begleitumständen - nicht weiter dramatisch. Als problematisch sehe ich aber an, wie wenige Markenpokale es hierzulande jetzt noch gibt. Spontan fallen mir nur der PCC und der Scirrocco-Cup ein. Vor zehn Jahren sah das alles noch enorm anders aus, gerade in der Top10 gab es damals ja eine ganze Reihe attraktiver Markencups und die meisten davon mit ansprechenden Feldern.

      Alles in allem heißt diese Entwicklung, dass der Mittelbau im Motorsport (jenseits des Breitensports, aber unterhalb der Top-Serien) gefährlich schrumpft. Langfristig ist das auch für die Top-Serien ein Problem, denn viele Teams und Fahrer rekrutieren sich ja aus eben diesem Mittelbau. Und ganz allgemein halte ich das auch für einen Hinweis auf einen generellen Rückgang der Popularität des Motorsports hierzulande. Klar boomt das Masters und die DTM, aber der Rückgang der Markencups hat sicher auch strukturelle Gründe - d.h. Sponsoren und Hersteller sehen keine finanzielle Rechtfertigung mehr sich in dieser Form zu engagieren.

      Ganz abgesehen davon wird es halt auch für die beiden nationalen Spitzenserien DTM und GT-Masters immer schwerer ein attraktives Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Da sieht es bei beiden mittlerweile gewaltig dünn aus. Und auch wenn die meisten Leute nicht WEGEN den Rahmenrennen zu einer Rennveranstaltung fahren, kann der Mangel an Rahmenrennen viele davon abbringen, sich mehrere Stunden ins Auto zu setzen um sich ein Rennen anzuschauen... meine persönliche Faustregel ist, dass die Anfahrt und Heimfahrt zusammen höchstens 50% länger sein soll als die Rennen die ich sehen werde - für 4h VLN ist es damit gerade noch ok 2x3h zum Ring zu fahren...
      More Depalma, Less Fellini!
      ADAC Cruze Cup, nebenher noch den Logan Cup.

      Aber prinzipiell hast du (leider) recht.
      i5 4670k w/ Corsair H100i @ 4.0 Ghz | MSi Z87-GD65 Gaming | 2x4GB Corsair Vengeance Pro @ 2133 Mhz | EVGA GTX 770 ACX SC | NZXT 410 red | SteelSeries Sensei w/ SteelSeries QCK Mass | ye good ol' stock Logitech G25
      #WirSindDasGrid
      Ich erinnere mich auch an Jahre wo es in der Minichallenge weit über 30 Starter gab, aber vermisen werde ich de minichallenge mit momentanem stand auch nicht.

      Was ist mit dem Seat Leon Supercoppa?

      Und genau genommen haben wir eigentlich auch noch einen Clio Cup.

      Ich denke das Hauptproblem ist das nicht ausreichend Fahrer kommen. Motorsport ist die letzten Jahre sehr teuer geworden. Und die, die das Geld haben fahren lieber direkt international und zielen auf die Formel 1, als Sontag Morgens um halb 8 vor der DTM die umliegenden Dörfer zu wecken^^ Die, die das Geld nicht haben können nur in den Breitensport oder Clubsport gehen. Und selbst da gibt es sehr große unterschiede im Budge. Ich habe die erfahrung auch im Kartsport gemacht. Dort gibt es auch praktisch keinen Zwischenschritt zwischen Clubsport wo man eine Saison mit evtl 3000 bis 4000 Euro Rechnen(Verschleißteile, Anfahrt, Hotel und Unfallschäden mit eingerechnet) kann und dann die Nationalen Serien wo man schnell mal bei 30.000 bis 50.000 Euro landet (für 5 Veranstaltungen!!) Wenn auf einen Schlag dann eine Veranstaltung auf einmal schon ein vielfaches kostet wie die ganze Saison denkt man zwei mal drüber nach, ob man das Geld nicht irgendwo anderst plazieren kann wo man evtl mehr spaß für hat. In meinem Fall der Breitensport (Autoslalom und Nordschleife).

      Zumal man sieht das viele Profies mitlerweile auch aus dem Breitensport kommen (Christer Jöns oder Christopher Mies). Alle anderen Serien wie scirocco cup machen für den Durchschnittsmotorsportler dessem Vater nicht gerate ein Jahreseinkommen von 500.000 Euro hat eigentlich keinen Sinn, vorausgesetzt man kommt nicht in irgendeine Förderung, aber selbst dort bestimmt in einigen fällen Schon das Geld.

      Also lieber beim Simracing bleiben, und online Markenpokale fahren :D
      RFactor: Hunsrückring (released) Saarlandring (WIP) Es gibt zu viele Motorsportveranstatungen an zu wenig Wochenenden! Es gibt zu viele Mädchen die sich zu wenig für Motorsport interressieren!kartmedia.de.vu
      Die Serie wird schon laufen . Nicht besser o. grösser aber sie wird Ihre Daseinsberechtiegung haben. Es ist bezahlbarer Motorsport, jetzt.

      Ich fands von Mini frech wie sie das abgespeist haben. Hab mir bei Facebook die ganzen Kommentare dazu durchgelesen. Alle dachten das ist wegen der WRC, nur leider ist das Kapitel mit der WRC genaus traurig(oder lächerlich) seitens Mini.