Georg Plasa verstorben

      Ich mach mich jetzt mal unpopulär und stelle die Frage nach der Sicherheit von Bergrenn-Autos.

      Das ganze findet ja in einem Umfeld statt, dass von der Sicherheit mit der bei Rallys vergleichbar ist. Aber mit sehr viel stärkeren und oft auch viel leichteren Autos. Und Rallys sind halt echt auch gefährlich genug... vielleicht sollte man sich da überlegen auf ein entsprechend niedrigeres Niveau herunterzurüsten. Klar, wird das ganze dadurch für Zuschauer und Fahrer unattraktiver, aber das wird es durch Todesfälle ja auch.

      Und die Frage ist halt, wo man die Grenze zieht - kann man guten Gewissens fordern, dass Bergrennen nur noch mit 2l Autos ausgetragen werden und dann für GT3s auf der Nordschleife sein?

      Sicher alles keine einfache Thematik, v.a. wenn man noch das "Er-wusste-ja-was-er-tut"-Argument ins Feld führt, welches eben auch nicht vollkommen aus der Luft gegriffen ist.

      Ich liebe diesen Sport, aber manchmal..... :(
      More Depalma, Less Fellini!
      Dazu nur soviel
      ein 2L Auto am Berg hat ein Mindestgewicht von 825 Kg bei einer ca. Leistung von 280-300 PS
      das nennt man Landläufig eine Waffe !!!! wo soll man da die Grenze ziehen.
      Ich glaube das der BMW von Georg schon auf einem sehr hohen Sicherheitsniveau lag, aber einen
      Aufprall bei ca. 200Km/h gegen eine Felswand hält halt der Mensch einfach nicht aus !
      Gruß
      Tom
      Alles läuft nach Plan, aber der Plan ist kacke :gruebel:
      Ganz klar: Man kann und darf nicht alles verbieten, aber die Frage muss auch erlaubt sein, ob eine gewisse Sache nicht außergewöhnlich hohe Sicherheitsrisiken beinhaltet.

      Interessant finde ich es gerade in der Paralelle zum Rallye-Sport, der eben in einem annäherungsweise vergleichbaren Umfeld stattfindet. Dort hat die FIA in den 80er Jahren durchgegriffen und das ganze auf ein entsprechend langsameres Niveau gedrückt, während man am Berg teilweise mit Karren an den Start geht, die zumindest vom Leistungsgewicht her, auf Gruppe B-Niveau liegen... da fehlt mir irgendwo die Logik: wenn solche Autos für die Rallye zu gefährlich waren, warum sind sie dann am Berg plötzlich okay? Wenn man zynisch wäre könnte man sagen: Weil der Bergrennsport weniger im Fokus der Medien liegt und letztlich kaum jemanden interessiert.
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      Na ja. Bisher sind ja meist die Fahrer gestorben, schwere Zuschauerunfälle sind eher selten. Deswegen ist das Ausmaß des Sports wohl auch so geduldet. Wer mit Formel-Wagen und 600PS-Wagen den Berg hochflitzt und draufgeht, darf sich aber eigentlich auch nicht wundern....und eigentlich dürfte es die anderen auch nicht wundern.
      Einige setzen zum Beispiel bei der Geburt ihres Kindes neue Prioritäten und lassen so etwas sein, er hat dies halt nicht getan.

      Als Trost bleibt nur, dass solche Menschen ihre Leidenschaft gelebt haben, auch wenn es mit einem gewissen Risiko verbunden war.
      Dafür haben sie aber intensiver, erlebnisreicher, fröhlicher, fokussierter und erfolgreicher gelebt als so manche Zeitgenossen mit Vollkaskomentalität.

      Auch wenn ich mir damit keine Freunde mache, aber mal ganz ehrlich: Solche Limitierungen sind schwachsinnig. Es reichen, wie mein Vorredner gesagt hat, 100 Pferde um sich tot zu fahren. Warum also immer den Spaß krastieren? Die Leute, die sich solche Autos bauen bzw. sich da hinein setzen, wissen, was sie tuen und wissen auch, wie groß das Riskio ist.
      Und sie gehen es ein.
      "Living on the edge" geht halt manchmal schief, ich denke, das wusste er genau.

      Vielleicht hat er in seinen 51 Jahren mehr gelebt, als wir uns vorstellen können...

      Auch mein Beileid an die Hinterbliebenen. Möge er in in Frieden ruhen. Da ist ein ganz großer des Hill Climb von uns gegangen.
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      #WirSindDasGrid
      Ganz ehrlich: Es wäre doch wohl kaum im Sinne georgs, wenn man jetzt wegen seines Todes die Bergrennfahrzeuge beschneidet. Bergrennen sind nun mal gefährlich, keiner wird gezwungen dort teilzunehmen. Wenn man jetzt die Big-Banger abschafft, ist der Bergrennsport, der es sowieso nicht unbedingt einfach hat, so gut wie tot.

      Außerdem muss erstmal geklärt werden, ob der Unfall die Ursache oder nur die Wirkung gewesen ist. Georg wäre nicht der erste Fahrer, der im Rennwagen einen Herzinfarkt o.ä. erleidet. Allerdings fürchte ich, dass man nicht mehr viel wird obduzieren können. Wie dem auch sei: Er stabr bei dem, was er am liebsten tat, und das sollte jetzt nicht wegen ihm abgeschafft werden.
      es ist auch gefählich zu rauchen, über die straße zu gehen, zu fliegen und wird es verboten? NEIN

      auch wenn noch so viele leute daran sterben wird es nicht verboten.

      und jetzt wegen dem todesfall die Bergrennfahrzeuge zu beschneiden find ich sinnlos
      Das Turboloch ist dafür da um dem Gegner kurzzeitig falsche Hoffnungen zu machen
      Auch ich kann die Nachricht von Georg Plasas Tod noch nicht so recht fassen. Ein Vollblutfahrer mit enormem technischen Sachverstand, Fahrtalent und dazu noch ein echter Gentleman der für seine Fans da war. Ich konnte ihn schon 1997 im Gruppe H und dann später noch einmal im E36 bewundern und hätte ihn auch gerne einmal in seinem 134 live gesehen. Ich bin froh dass er uns Fans soviel Freude mit seinem Schaffen bereitet hat.

      Das für heute geplante Release der ersten Version meines Berg-Cup-mods für GTR Evo habe ich deshalb ihm gewidmet. Sein ehemaliger Wagen ist auch mit dabei...
      gtr4u.de/database/race-07/race…0-berg-cup-mod/index.html
      Das Auto war so radikal gebaut, da bleibt nunmal etwas Sicherheit auf der Strecke. Wer mit 748 Kilo und 570 PS den Berg raufknallt muss ein Nagel im Kopf haben.

      Aber grade das ist doch der Hauptpunkt wodraus Helden entstehen... Ich werde mir auch in 20 Jahren noch seine Videos anschauen. Der Klang, die Optik,.. einfach alles war genial.

      War Sonntag als ich die Nachricht gelesen habe auch erstmal einige zeit sprachlos
      Ich muss gestehen, dass ich heute hier zum allerersten Mal von solchen Events gelesen habe (Asche auf mein Haupt) - SEHR SCHADE UM DIESES IDOL DER HILLCLIMPSZENE, der ja zusammen mit Erich Edlinger anscheinend eine GalieonsFigur in dem Segment war ! R.I.P. !


      Aber wenn man sich das Video von Rappel93`s Post reinzieht muss man sich wundern, das nicht jedes Wochenede da einer draufgeht.
      Ich mein, der Motor hört sich an wie der eines F1 oder F3000 Boliden und zieht auch dementsprechend an - das verträgt sich nunmal nicht gut mit schroffen Felswänden!

      Ich fahr öfter mal Downhill (MTB) und gerade im Bereich Garmisch oder auch in Innsbruck kommt man da an radikalen Felswänden vorbei - da brems ich freilwillig auf 30 km/h runter -
      unvorstellbar für mich da mit 200 dran vorbeizuziehen nono

      Heftige Sache allemal...

      phenrys schrieb:

      Aber wenn man sich das Video von Rappel93`s Post reinzieht muss man sich wundern, das nicht jedes Wochenede da einer draufgeht.
      Ich mein, der Motor hört sich an wie der eines F1 oder F3000 Boliden und zieht auch dementsprechend an - das verträgt sich nunmal nicht gut mit schroffen Felswänden!


      Prototyp BMW 1er mit Judd V8 aus der Indycar-Szene...570 PS glaub ich.