Top und Flopp (Das war die neue FIA GT1 WM) 2010

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Top und Flopp (Das war die neue FIA GT1 WM) 2010

      Liebe Freunde des GT-Sports, die „neue“ GT1 WM ist zu Ende, was hat Euch begeistert? Was gehört Euer Meinung nach unbedingt verbessert? Welche Fahrer/Teams haben Euch überrascht und welche enttäuscht?

      Hier mein Fazit:
      Anfangs war ich wegen der 2 jeweils 1 Stunden-Rennen skeptisch, aber das hat sich nach und nach zum Positiven gewendet.
      Meiner Meinung nach sollte beim 1. Rennen (Quali) auch die vollen Punkte vergeben werden, schließlich ist es ja auch ein Rennen, und wenn es um etwas geht wird auch nicht so rüpelhaft gefahren. Einen Fahrertausch von der Stammbesetzung (Fahrerwechsel von Rennen zu Rennen) sollte es max. 2 geben, es ist für den Zuseher auch nicht gerade übersichtlich, wenn bei jedem Rennen ein anderer Fahrer fährt, nur weil das Team aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen das so will.
      Die TV-Übertragungen waren ein schlechter Witz, der SPORT1 Sender lieferte tlw. Aufzeichnungen, und wenn es live zuging gab es zuviel Werbung. An der Berichterstattung sollte dringend auch etwas geändert werden, Hintergrundberichte aus dem Fahrerlager wären für uns Insider sehr interessant, ebenso täte ein Co-Kommentator mit GT Erfahrung dem Ganzen sehr gut. Eine Werbung um die GT1 WM gab es fast gar nicht, somit gibt es bzgl. Vermarktung noch viel Nachholbedarf.
      Der Rennkalender könnte 1-2 Rennen (vorwiegend in Europa) mehr vertragen.
      Die jungen Fahrer wie Haase, Kechele und Co. haben mich sehr positiv überrascht, ganz im Gegenteil haben mich die „alten Hasen“ wie Bouchut, Wendlinger und andere, enttäuscht.
      Der sieg von Reiter hat mich ganz besonders gefreut, Reiter daß sind lauter Racer und schon lange Jahre in der FIA GT mehr oder weniger erfolgreich vertreten. Tolle Arbeit was die mit dem neuen Murcielago machten. Vitaphone bestätigte erneut daß sie das über-trüber Team sind, was die Professionalität betrifft. Ebenso die Fahrer Bertolini/Bartels, die mit dem „Köpfchen“ fuhren, niemals ein großes Risiko eingingen und auch mit einem schweren Auto Punkte sammelten.

      Ich hoffe daß sich die (meiner Meinung nach GUTE) GT1-WM im nächsten Jahr noch verbessert, und wir wieder spannende Rennen sehen (TV + Live-Stream)
      Kann ich nur so unterschreiben. Wobei ich 1h Rennen immernoch für zu kurz halte, vor allem wenn man als Zuschauer an der Strecke ist (aber ich guck wohl generell zuviel Langstrecke ;) ).
      Die TV Übertragung auf Sport 1 war wie erwartet unterirdisch schlecht, dafür war der Livestream aller erste Sahne, davon können sich einige Serien ne Scheibe abschneiden.
      Über die Rennen muss man nix sagen, selbst auf öden Strecken wie Navarra (oder wie diese spanische Kartbahn da heißt) gabs super Rennen. Hier noch mal ein Lob an die Regie, weil wirklich auch Kämpfe im Hinterfeld um Position 15/16 usw. lange Zeit gezeigt wurden, wenn vorne nix los war.
      Bleibt zu hoffen, das es nächstes Jahr ähnlich stark weiter geht.
      Einzige richtige negativ Punkt ist eigentlich die BoP, an der so lange rumgepfuscht wurde, die aber mittlerweile einigermaßen passt (Corvette könnte ruhig ein bischen stärker sein).
      Ich hab das Hauptrennen am Ring gesehen und muss sagen, dass ich die zweite Stunde nicht wirklich vermisst habe. Dies lag daran, dass schon die eine Stunde randvoll mit Positionskämpfen in allen Teilen des Feldes gewesen ist. Ich bin mal ketzerisch und frage, was einem die zweite Stunde bringt, wenn sie nur dazu dient, die Position zu zementieren und zu gucken, ob das Auto über die Zeit geht? Auch wenn ich das sage, ich zähle mich schon zu den Langstreckenfans. Aber zu den GT1 passt derzeit klar das kurze Format.

      Einziger Kritikpunkt meinerseits, der noch nicht genannt wurde ist die Tatsache, dass die WM offenbar für die meisten Teams so teuer ist, dass sie gerade Übersee verstärkt auf lokale Paydriver zurückgreifen müssen. Das ist keine Kritik an den Fahrern, denn gerade die Südamerikaner waren sehr schnell. Aber es leidet eben die "Identifikation" mit dem Team, wenn die keine zwei Mal mit der gleichen Besatzung antreten können. Schade, denn so können einige Teams nicht ernstlich um den Titel mitfahren, weil sie keine eingespielten Fahrerpaarungen zustande bekommen.
      "Programming today is a race between software engineers striving to build better & bigger idiot-proof programs and the Universe trying to produce bigger & better idiots. So far, the Universe is winning." (Rick Cook)